Die erste und aus gesundheitlichen Gründen für lägere Zeit letzte Paddeltour des Jahres unternahm das "Paddeltrio" Sepp, Paul und ich am ersten Mai-Wochenende auf dem Regen. Wir übernachteten mit 1 Wohnwagen und 2 Autos beim Kanuclub Cham. Hier gibt es alles, was man für einen solchen Urlaub braucht: 8 Stellplätze, eine große Zeiltwiese, Strom, Wasser und Abwasser Ver- und Entsorgung, super saubere Sanitärräume, und das alles direkt am Wasser mit einem 1a Bootsein-/ausstieg.
Vollmond über dem Regen in Cham
3. Rundfahrt auf dem Blaibacher Stausee (11 km)
Der große Parkplatz auf der Staumauer mit einem daneben liegenden Slip ist die ideale Einsetzstelle für diese Tour. Durch eine hübsche, einsame Hügellandschaft mit Wiesen und Wald, aber ohne Straße schlängelt sich der See knapp 6 km bis zur eindrucksvollen Mauer des Höllenstein Stausees. Dort kann man - leider etwas mühsam - die Boote verlassen und zur Mauerkrone hochlaufen. In Fließrichtung rechts gibt es eine Treppe, auf dem linken Ufer gelangt man durch einen schmalen Fichtenstreifen zu einer Forststraße. Die Aussicht von der Staumauer ist imposant. Auf der Südseite der Staumauer gibt es einen Kiosk, leier mit sehr überschaubarem Angebot. Auf der Nordseite lockt nach einem kurzen Anstieg das Höllensteinhaus mit einer ansprechenden Speisekarte und einer großen Aussichtsterrasse.

Unser Stellplatz am Kanuclub Cham
Wir unternahmen drei Touren:
1. Regen von Blaibach nach Cham (20 km)
Obwohl es noch früh im Jahr war, war der Wasserstand sehr niedrig und wir hatten ein paarmal Grundberührung. Die kapp unter der Wasseroberfläche versteckten "Umwerferfelsen" konnten wir aber alle umschiffen. Die Bootsrutsche in Chamerau funktionierte, ein Umtragen wäre hier auch sehr schwierig gewesen. Das 2. und letzte Wehr dieser Tour in Cham-Altenstadt ließ sich problemlos umtragen. Die Autos holten wir mit dem Zug zurück.
2. Regen von Cham nach Roding (23 km)
Diese wunderbare Flussstrecke durch die Regentalaue beginnt anstrengend mit dem Umtragen des Wehrs Cham-Grabenmühle. Für leichte und leere Einer mag es kein Problem sein, aber mit unseren relativ langen Wanderkajaks und vor allem dem Canadier hatten wir richtig zu kämpfen, vor allem beim steilen, engen und schlecht gewarteten Einstieg (herausstehende Schrauben, kaputte Treppen!). Danach war es richtig toll, nur der Brückenschwall in Pösing sorgte für Nervenkitzel und eine kräftige Dusche.
Vollkommen unterschätzt hatten wir die "Herausforderung", die Autos mit dem Zug nachzuholen: Am Samstag fahren in Roding keine Busse und auch das Taxiunternehmen stellt um 14 Uhr den Dienst ein. So mussten wir die gut 3 km zum Bahnhof zu Fuß gehen. Das war der sportlichste Teil dieser Tour.

Pfarrkirche St. Martin, Untertraubenbach
Auf dem Blaibacher Stausee
Alle Fotos der drei Touren sind hier zu finden.
Sehr empfehlenswert für die Vorbereitung und Durchführung von Kanu- (oder SUP-)Touren auf dem Regen ist die Broschüre "Bootswandern vom Blaibacher See bis Regensburg", die man hier kostenlos herunterladen und hier ausgedruckt bestellen kann.
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