
Gebetsmühlen auf dem Weg zum Enchey-Kloster in Gangtok, Sikkim
Dies ist bereits unser 4. Besuch in Indien seit unserer Nordindien-Reise 2015. Damals waren wir von dem Land schwer beeindruckt, nicht zuletzt wegen unseres phantastischen Reiseführers Hemant. Mit ihm besuchte dieselbe Gruppe 2016 Südindien und 2023 kamen noch zwei Kreuzfahrt-Stopps in Goa und Kochi dazu. Daher stand das Land eigentlich nicht mehr auf unserer Reise-Wunschliste. Doch als im Sommer 2025 Tamara vom Wendelstein-Reisebüro anrief und uns fragte, ob wir bei einer ganz speziellen Reise dabei sein würden, die sie zusammen mit Hemant für die ehemalige Gruppe plane, konnten wir nicht sein sagen.
So ging es in den Osterferien 2026 wieder in dieses riesige und faszinierende Land, allerdings nicht ohne große Unsicherheiten. Kurz vor dem Termin brach der Irankrieg aus und es war fraglich, ob wir überhaupt fliegen konnten. Da das Reisebüro einen Direktflug gebucht hatte, der um die arabische Halbinsel herumfliegen konnte, fand die Reise trotzdem statt.
In nur 11 Tagen lernten wir drei komplett unterschiedliche Regionen kennen.

Gateway of India in Mumbai
Mittels eines 3-stündigen (!) Inlandsflugs gelagten wir nach Bagdogra in West Bengalen. Nach 4 Stunden hatte die 20 köpfige Gruppe endlich das Einreise-Permit nach Sikkim im Pass und es ging mit 5 großen Toyota SUVs weiter nach Gangtok. Für die 120 km brauchten wir noch einmal fast 5 Stunden, obwohl wir nicht den Eindruck hatten, die Fahrer führen langsam. Die Straßen in diesem bergigen Himalaya-Vorland weichen doch erheblich von europäischen Standards ab.
In und um Gangtok, der auf über 1.700 m Höhe gelegenenen Hauptstadt des jüngsten indischen Bundesstaats Sikkim,waren die Temperaturen mitteleuropäisch frisch und neben einer eindrucksvollen Berglandschaft gab es vor allem buddhistische Klöster und tibetische Kultur und Handwerkskunst zu sehen.
Bereits am übernächsten Tag ging es wieder auf abenteuerlichen Bergstraßen weiter nach Darjeeling (ca. 100 km, 5 Stunden, 2.000 m hoch gelegen), dem Zentrum des weltbekannten Teeanbaugebiets. Neben tibetischer Kultur, dem Zoo und Bergsteiger-Zentrum, einer kleinen Teekunde erwartete uns eine Fahrt mit einer der höchstgelegenen und abenteuerlichsten Schmalspurbahnen der Welt, der
Darjeeling Himalayan Railway. Wir wollten nur die 8 km bis zum Scheitelpunkt der Bahn auf 2.278 m Höhe fahren, doch die über 100 Jahre alte Dampflok schaffte die Strecke leider nicht ganz, so dass wir vorzeitig aussteigen mussten.
Erst bei der Fahrt zurück zum Flughafen in Bagdogra wurden uns die gewaltigen Höhenunterschiede dieser Landschaft bewusst. Auf 90 Straßenkilometern geht es von Darjeeling über 2000 m hinab in die Ebene.
Nach einem 2,5 stündigen Flug gelangten wir nach New Delhi, wo wir noch am gleichen Abend den Gurdwara Bangla Sahib Sikh-Tempel besuchten, wo u. a. täglich kostenlose Mahlzeiten an tausende Menschen ausgegeben werden.
Am nächsten Tag ging es mit dem modernsten Expresszug Indiens weiter nach Varanasi am Ganges (753 km, 8 h bei nur zwei Zwischenhalten), dem Ort, an dem an über 6 km langen Treppen die gläubigen Hindus wenigstens einmal im Leben im Fluss baden und ihre Toten verbrennen lassen wollen. Wir hatten zwei Tage Zeit, diesen eindrucksvollen Ort, der auch eine der größten und besten Universitäten Indiens beherbergt, zu erkunden. Ach ja: Hier war es weit über 30 Grad warm, und die Tuk-Tuks fahren alle elektrisch.
Auf der Fahrt zum Flughafen besuchten wir am letzten Tag das uralte buddhistische Zentrum Sarnath, wo Buddha seine erste Lehrpredigt nach seiner Erleuchtung gehalten haben soll. Eindruckvolle Ausgrabungen und Tempel belegen diese Tradition. Mit einem opulenten Abendessens-Buffet in der Nähe des Flughafens von New Delhi, ging die extrem endrucksvolle und vielseitige Reise zu Ende.
Hier geht es zu den Foto- und Videoimpressionen:
Los ging es in der mondänen Riesenstadt Mumbai, von der wir einige wenige Facetten kennenlernen durften.

Blick von einem Ausichtspunkt an der Straße von Sikkim nach Darjeeling

Über 100 Jahre alte Dampflok der
Darjeeling-Himalaya-Railroad

Das Ganges-Ufer von Varanasi am frühen Morgen
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